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Artikel mit ‘trojaner’ getagged

Der richtige Browser: Sicher und mit mehr Datenschutz

25. April 2012 von Martin Kunzelnick

Bei vielen Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden muss ich feststellen, dass die meisten Internetnutzer nach wie vor nur ein Programm kennen und nutzen, um sich im Word Wide Web zu bewegen: den Internet Explorer von Microsoft.

In den letzten Wochen bekomme ich immer mehr Berichte von Nutzern des Internet-Explorers über Ärger mit Trojanern. Egal ob der Eindringling vorgibt ein kostenpflichtiger Virenscanner zu sein, er den Bootvorgang blockiert um „Lösegeld“ zu erpressen, sich als LKA-Programm ausgibt oder sogar Daten verschlüsselt um an Geld zu kommen – diese Trojaner sind äußerst lästig und oft schwer zu entfernen.

Trojaner kommen oft  nur durch den Besuch einer infizierten Website auf den Computer des Surfers. Es müssen nicht einmal infizierte E-Mail-Anhänge oder andere Dateien geöffnet werden. Reine Antivieren-Programme sind dabei meist auch kein Schutz! Dabei sind mir auch schon einige Fälle begegnet, bei denen eigentlich vertrauenswürdige Seiten im Internet gehackt und zur Verbreitung der Trojaner benutzt wurden.

Aus Gründen der Sicherheit, wegen vieler nützlicher Funktionen, der besseren Darstellung von Websites und auch wegen der Geschwindigkeit sollte jeder Internetnutzer auch andere Browser kennen.

Alternativen zum Internet-Explorer:

Google Chrome
Kaum noch Datenschutzbedenken, der Quellcode ist öffentlich zugänglich. Sehr schneller Browser, der vor allem JavaScript konkurrenzlos flott ausführt. Sehr sicher, da Chome in einer sog. Sandbox läuft, die Übergriffe auf den Computer verhindern soll –  empfohlen vom BSI (s. Abschnitt „Browser“).

 

Mozilla Firefox
Gestern in der Version 12 erschienen, jetzt auch mit „stillen Updates“ möglichst sicher. Leider kein Leichtgewicht, benötigt viel Arbeitsspeicher und arbeitet auch JavaScript nicht so schnell ab wie Chrome oder Iron.

 

Safari von Apple
Neben Mac, iPhone oder iPad auch für PC verfügbar. Galt bis Version 5 auch deswegen so sicher, weil keine Erweiterungen von Fremdanbietern möglich waren. Immer noch recht schneller und nicht zu ressourcenhungriger Browser.

 

Opera
Nicht so bekannt und weniger verbreitet aber mit nützlichen Funktionen – gibt es auch für viele unterschiedliche mobile Geräte. War vor Chrome mein persönlicher Geheimtipp, was wenig Speicherverbrauch und Geschwindigkeit angeht, ist über die Jahre allerdings auch etwas gewachsen.

 

Iron
Der schlanke Bruder von Chrome. Kommt ohne automatischen Suchvorschläge und PDF-Support sowie andere Funktionen wie das Vorladen von Seiten, dafür aber mit dem gleichen Sandbox-Schutz und mit noch mehr Datenschutz als Chrome.

 

Fazit: Auch wenn man sich an den IE  gewöhnt hat – unbeding mal einen neuen Browser verwenden. Ich persönlich nutze im Moment übrigens wegen Geschwindigkeit und Sicherheit Chrome oder Iron als Standard-Browser, man kann natürlich auch mehrere Browser parallel nutzen. Bookmarks kann man ohnehin in Diensten wie Mister Wong oder Delicious pflegen.  Weitere Browser-Alternativen bietet übrigens sogar Microsoft selbst an unter www.browserchoice.eu.

Natürlich genügt ein sicherer Browser allein noch nicht – unbedingt eine Firewall wie ZoneAlarm verwenden und Java sperren, das Betriebssystem und den Browser immer auf dem neusten Stand halten sowie einen aktuellen Virenscanner wie Antivir und ein eigenes Programme gegen Trojaner wie  AntiMalware verwenden.

 

 

Entfernung Ihrer Webseite aus dem Google Index

20. Juli 2007 von Martin Kunzelnick

No Spam!Nachdem mich immer wieder Anfragen wegen der schon erstmals im Mai aufgetauchten Email „Entfernung Ihrer Webseite www.xyz.de aus dem Google Index“ (siehe auch heise.de berichtet) erreichen, hier nochmals der Hinweis, das diese Email nicht authentisch ist. Es handelt sich um eine gefälscht Nachricht, nach der auf der genannten Website unerlaubte Techniken (Redirects) eingesetzt werden, die einen Ausschluß aus dem Google-Index zur Folge hätten.

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Warnung vor gefälschten PayPal-Emails

05. Juli 2007 von Martin Kunzelnick

InfiziertZur Zeit erreicht mich wieder eine neue Welle von Emails mit dem Betreff: „PayPal E-TAN Software Nr“. Der Email hängt die Zip-Datei „E-TAN-Software_2.68.zip“ an, in der eine .scr-Datei enthalten ist.

Diese Datei enthält einen Trojaner, der unter den Namen TR/Dldr.Age.ZP.42.B, Downloader.Generic4.VOC, W32/Downloader2.AICU oder auch Trojan.Downloader.Nurech.BH von vielen Ant-Virus-Programmen schon erkannt wird. Die Emails sollten sofort gelöscht und nicht geöffnet werden!

Die komplette Email im Volltext:

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Warnung vor ausufernder Internet-Überwachung

02. Januar 2007 von Martin Kunzelnick

Trojaner und Malware – diese Spionageprogramme kannte der geplagte PC-Nutzer bislang nur von Hackern die Kreditkarten ausspionieren oder Spam-Mails versenden. Mit einem neuen Verfassungsschutzgesetz muss man jetzt in NRW auch damit rechnen, das der Staat unbemerkt in den eigenen PC eindringt und wenn es nach Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht, soll dies in Deutschland generell möglich sein. Oposition, Datenschutz und Bürgerrechtsinitiativen laufen Sturm und sprechen von schwerwiegendem Eingriff in die Grundrechte und einen staatlich organisierten Hausfriedensbruch und kündigen Verfassungsbeschwerden an. Dennoch könnte NRW nur Vorreiter sein – 10 weitere Bundesländer kündigen ähnliche Gesetze an.

Weitere Informationen:
Schaar warnt vor ausufernder Internet-Überwachung
Online-Razzien: „Kommissar Trojaner“ soll in Niedersachsen ermitteln
Verfassungsschützer mit Lizenz zur PC-Spionage – Neues Verfassungsschutzgesetz in Nordhein-Westfalen erlaubt verdeckten Online-Zugriff auf PCs
Bürgerinitatiative STOP1984